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Freund hat Borreliose, wie weiter?

Re: Freund hat Borreliose, wie weiter?

Beitragvon Mathilda » Do 4. Feb 2010, 09:45

ceceka hat geschrieben:@Mathilda: deine laaange PN mit den vielen Tips? Na klar, ich hatte dir kurz zurückgeschrieben, dass ich mir die erst abends reinziehe.


Nein, die PN mit dem Hausarzttipp.

Sonst gibts hier wenig Neues, nach einigem Hin und Her hat er einen Hausarzt gefunden, der ihn voraussichtlich nimmt.


Halleluja!!! :D

Inzwischen merkt er aber auch mehr Symptome - die Feinmotorik lässt nach, er muss viel langsamer tippen und kann sich schlechter konzentrieren :( hoffentlich geht das nicht so weit, dass er nicht mehr arbeiten kann :cry:


Tut mir Leid! Dann ist es aber höchste Eisenbahn, eine Therapie anzufangen.Drücke euch beiden die Daumen, daß er damit wieder gesund wird.
Mathilda
 

Re: Freund hat Borreliose, wie weiter?

Beitragvon ceceka » Di 9. Feb 2010, 12:59

So, wir sind wieder einen Schritt weiter.

Heute früh waren wir bei einem Allgemeinmediziner. Seine Meinung von den Ansbachern ist ziemlich negativ, was die machen, ist in seinen Augen unwissenschaftlich und hart an der Grenze zur Quacksalberei. Dasselbe habe ich von einer anderen Ärztin auch schon gehört, in die ich großes Vertrauen habe. Momentan stehen wir also zwischen den Ansbachern und vielen anderen Ärzten, die die jeweils andere Gruppe für inkompetent halten. Das fühlt sich nicht gerade toll an :( Wir werden wohl mit den Testergebnissen sowohl nach Ansbach als auch in die Erlanger Uniklinik gehen und dann erst entscheiden, von wem S. sich behandeln lässt.

Aber immerhin ist S. heute früh Blut abgenommen worden, das ist jetzt schon auf dem Weg ins Labor nach Karlsruhe zur Untersuchung.

LG Christine
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Re: Freund hat Borreliose, wie weiter?

Beitragvon AnjaM » Di 9. Feb 2010, 14:11

ceceka hat geschrieben:Momentan stehen wir also zwischen den Ansbachern und vielen anderen Ärzten, die die jeweils andere Gruppe für inkompetent halten. Das fühlt sich nicht gerade toll an :(


Ganz genauso ging es mir auch.

Mir hat bei der Entscheidungsfindung dann folgendes geholfen: Beide Ansbacher Ärzte sind an Borreliose erkrankt, die Ärzte, die das Ansbacher Behandlungskonzept ablehnten jedoch nicht.
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Re: Freund hat Borreliose, wie weiter?

Beitragvon ceceka » Di 9. Feb 2010, 19:01

AnjaM hat geschrieben:
ceceka hat geschrieben:Momentan stehen wir also zwischen den Ansbachern und vielen anderen Ärzten, die die jeweils andere Gruppe für inkompetent halten. Das fühlt sich nicht gerade toll an :(


Ganz genauso ging es mir auch.

Mir hat bei der Entscheidungsfindung dann folgendes geholfen: Beide Ansbacher Ärzte sind an Borreliose erkrankt, die Ärzte, die das Ansbacher Behandlungskonzept ablehnten jedoch nicht.


Na, Leute mit eigener Borre-Erfahrung kenne ich auf beiden Seiten - das hilft leider auch nicht weiter :-/
Ich hoffe momentan auf meine Intuition oder einen andern Wink des Schicksals...
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Re: Freund hat Borreliose, wie weiter?

Beitragvon deck42 » Di 9. Feb 2010, 19:17

Ich bezweifle offen gesagt, dass die Ärzte von denen du sprichst sich von einer chronisch disseminierten Form der Borreliose nach ihren eigenen Empfehlungen (3 Wochen Doxycyclin a 200mg/d) geheilt haben. Das ist unwahrscheinlich, da es aufgrund der hohen Rückfallquote bei dieser Therapieform überhaupt nur wenige solche Fälle geben dürfte.

Das ist eben der kleine aber feine Unterschied den man sehen muss: Die Erfahrung auf die Ärzte mit Borreliose oft verweisen, bezieht sich eben meist auf Borreliose im Frühstadium. Wenn sie angeben auch viele Fälle in späteren Stadien geheilt zu haben, muss man das leider auch in dem Kontext sehen, dass ein Rückfall als solcher kategorisch umgedeutet wird: es wird ein "Post-Lyme-Syndrom", Fibromyalgie, eine Autoimmunerkrankung, eine Form von Rheuma oder oder.. diagnostiziert. Wenn das alles immer noch nicht passt, wurde der Patient eben erneut von einer Zecke gestochen, notfalls sogar an der gleichen Stelle. Dass dies reine Spekulation ist und nichts mehr mit empirischer Wissenschaft zu tun hat muss einem klar sein - ist es den Ärzten selbst aber meist leider nicht.

Das Dilemma der Patienten besteht darin, diesen Umstand erst selbst erkennen zu müssen. Dazu wiederum ist es nötig, all die Fakten selbst zu sichten (Definitionen der einzelnen Diagnose, statistischen Wahrscheinlichkeiten, die belegten und vermuteten zusammenhänge zur Borreliose etc.), wozu verständlicherweise die wenigsten die Zeit und Motivation haben dürften.

Es bleibt die Option, es erst auf dem von der Mehrheit der Ärzteschaft empfohlenen Weg zu versuchen und bei einer Nicht-Wirksamkeit oder einem Rückfall nicht lange zu zögern und der von den Borreliose Experten empfohlenen Therapie zu folgen.
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Re: Freund hat Borreliose, wie weiter?

Beitragvon Helena » Di 9. Feb 2010, 19:33

Deck, Du bringst unser Dilemma auf den Punkt, danke!
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werden wir frei. Buddha
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Re: Freund hat Borreliose, wie weiter?

Beitragvon ceceka » Fr 12. Feb 2010, 14:05

@deck24: Das klingt plausibel, was du da schreibst.

Heute nur eine kleine Anekdote am Rand: Der Hausarzt vom letzten Bericht wollte S. noch unbedingt zum Neurologen schicken und dann in die Immunologie der Uniklinik in Erlangen. Für den Neurologen haben sie ihm einen Termin ausgemacht, aber die Überweisung in die Immunologie kriegt er erst, wenn die Testergebnisse da sind.
Ihr erinnert euch: die Tests, die er selbst zahlen muss und die für der Arzt nur unter Protest Blut abgenommen hat, weil sie sowieso Humbug sind.
Ich schwanke grade zwischen :rolleye:, :evil: und :lol:, aber eigentlich fehlt mir ein "ich dreh durch und k* euch ****** vor die Füße"-Smiley.

Pappnasen.
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Re: Freund hat Borreliose, wie weiter?

Beitragvon ceceka » Mo 1. Mär 2010, 19:42

So, am Samstag kam immerhin schon mal die Rechnung vom Labor, also schicken sie hoffentlich auch bald die Ergebnisse.
Im Moment geht es S. wieder etwas besser, das Kribbeln wird weniger, und die Gelenkschmerzen sind auch nicht mehr ganz so schlimm. Wir haben schon wieder ein gaaaanz kleines bisschen trainiert, das hat ihm nicht geschadet.

...und wir warten weiter.
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Re: Freund hat Borreliose, wie weiter?

Beitragvon patrick » Mo 1. Mär 2010, 20:29

Zynismus ein: Freund Borreliose :arrow: Schluss machen, hat meine Freundin auch so gemacht.
Zynismus aus:

Mal ehrlich: Finde es toll das du dich so um deinen Freund kümmerst. Bitte behalte das bei. Meine Freundin hat es nach 5 Jahren nicht mehr mit mir ausgehalten und die Beziehung beendet.
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Re: Freund hat Borreliose, wie weiter?

Beitragvon ceceka » Mo 1. Mär 2010, 23:51

patrick hat geschrieben:Zynismus ein: Freund Borreliose :arrow: Schluss machen, hat meine Freundin auch so gemacht.
Zynismus aus:

Gut, dass du die Tags dazugeschrieben hast, sonst hätte ich dich jetzt durch die Leitung gezogen und verklopft.

patrick hat geschrieben:Meine Freundin hat es nach 5 Jahren nicht mehr mit mir ausgehalten und die Beziehung beendet.

Shit. Das ist einfach blöd, wenn eine Beziehung so eine Belastung nicht aushält.
Ich kann auch nicht dafür garantieren, dass ich alles mit ihm durchstehen werde, was im Laufe eines Lebens noch auf uns zu kommt. Dafür habe ich einfach schon zu viel Mist hinter mir. Aber wir haben zusammen schon eine Krise durchgestanden, als ich krank war, und deshalb stellen wir uns der nächsten Krise auch gemeinsam.

Ich wünsch dir ganz viel Kraft fürs Weiterkämpfen, Patrick!

LG Christine
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